Führerscheinklassen des Motorradführerscheins

Es gibt drei Führerscheinklassen die direkt zum Motorrad gehören.


Diese sind folgenden:

  • Klasse A1: dies ist die Klasse für kleine Motorräder, sogenannte Leichtkrafträder, aber auch dreirädrige Kraftfahrzeuge

  • Klasse A2: dies ist die Klasse für den eingeschränkten Motorradführerschein.

  • Klasse A: dies ist die Klasse für den unbeschränkten Motorradführerschein. Man darf hiermit auch einen Beiwagen mitführen

Die theoretische Ausbildung

Wie auch dei der Führerscheinklasse B sind bei den Motorradklassen die 12 Grundunterrichte (bei Besitz einer Führerscheinklasse reduziert sich der Grundunterricht auf 6 Stück) und die klassenspezifischen Unterrichte zu besuchen.

Es gibt 4 klassenspezifischer Themen im Zusatzstoff für A1, A2 und A:

  • Thema A1 Fahrer / Beifahrer, Fahrzeug
  • Thema A2 Fahrtechnik und Fahrphysik
  • Thema A3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
  • Thema A4 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren

Die praktische Ausbildung

Zur Praxis gehören die Pflichtstunden, zu denen ebenfalls, wie beim Führerschein für das Auto

 

die Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten gehören. Bevor Sie jedoch diese Stunden absolvieren geht es erst einmal auf einen Verkehrsübungsplatz. Hier baut der Fahrlehrer Kegel für verschiedene Übungen auf. Sie müssen in der Lage sein mit der Maschine in Schrittgeschwindigkeit um 5 Kegel zu fahren. Ebenfalls wird verlangt, dass Sie in einer Geschwindigkeit von 40 km/h im Slalom fahren, eine Ausweichübung ist inklusive, mit Bremsen und ohne Bremsen, sowie eine Vollbremsung mit dem Fahrzeug aus ca. 40 km/h.

Wer diese Übungen beherrscht, der darf auch auf die Straße. Der Fahrlehrer muss erkennen, dass sein Schüler das Motorrad beherrscht, sich damit in die Kurven legen kann und keine Angst vor der Situation zeigt. Sind Sie soweit, dann geht es an die Pflichtstunden. Stadterfahrung ist immer gut, da hier sehr viele unvorhergesehene Situationen aufkommen können. Bei den Autobahnstunden wird häufig das auf- und abfahren der Autobahn geübt, sowie das Überholen von LKWs und das flüssige Fahren. Nachts sollten Sie auch gut sehen können und Hindernisse erkennen. Wenn das alles geklappt hat, dann kann bei der praktischen Prüfung auch nichts mehr schief gehen.

Die Anzahl der Übungsstunden hängen von den Fähigkeiten des Prüflings ab. Es gibt aber noch 12 Sonderfahrten á 45 Minuten die Pflicht sind.

 

KlasseÜberlandfahrtAutobahnfahrtDunkelfahrtGesamt
A1/A2/A 5 4 3 12